RÜTTGERS, Manfred und Friedrich HERMES, 2002. Die Maifelder Schwab-Sippen: Nachfahren von Lorentz Schwab aus Minkelfeld, 1635 - 2002 ; Nachfahren von Philipp Schwab aus Einig, 1615 - 2002 ; Nachfahren von Matthias (Theis) Schwab aus Dreckenach, 1575 - 1875. [St. Augustin]

Standort: Rheinische Landesbibliothek, Koblenz/Magazinbestand
Signatur W = WG 12129; Mediennummer:04887729

Vorwort

Wie ist die Idee entstanden, ein Familienbuch über die Maifelder SCHWAB-Sippen zu schreiben?

Diese Frage ist mir in den letzten Monaten von vielen nahen und entfernten Ver­wandten aus der SCHWAB-Familie immer wieder gestellt worden. "Schuld" daran ist im Grunde genommen mein Großvater Joseph SCHWAB, den ich persönlich nicht mehr gekannt habe. Er starb 1944 im Alter von 60 Jahren, 4 Jahre vor meiner Geburt. Joseph Schwab, Schulrektor in Menden/Rheinland (heute zu Sankt Augustin gehörend), wurde am 02.05.1884 in Gering geboren (siehe FN 78). In den Jahren 1934 bis Frühjahr 1942 hat er eine Familienchronik geschrieben, die 420 Schreib­maschinenseiten umfasst. Der Titel seines Buches lautet: "Mein Lebensweg", nach Erinnerungen und Aufzeichnungen für Kinder und Enkel verfasst, geschrieben und gebunden von Josef Schwab. Der Chronik ist eine Ahnentafel beigefügt, die bis zu neun Generationen umfasst. Nach dem frühen Tod des Großvaters hat meine Groß­mutter Gertrud, geb. Wißborn, ihren 10 Enkelkindern diese Familienchronik zum Lesen gegeben. Schon als 8-10jähriger war ich von dieser Familienchronik begeistert und habe meiner Großmutter versprochen, sie eines Tages weiterzuführen.

Damit habe ich im November 2001 begonnen (nach über 40 Jahren).

Bei der Suche nach den Vorfahren konnte ich feststellen, dass die Sippe der SCHWAB´s im Maifeld doch größer war als angenommen. Doch Dank der vielfältigen Unterstützung der lebenden Familienmitglieder konnte das Buch entstehen. Es ist den fünf ältesten noch lebenden Mitgliedern der Maifelder SCHWAB-Sippen gewidmet.

Die Form und die Aufmachung des Buches haben wir Herrn Friedrich HERMES aus Merzig zu verdanken. Bei meinen diversen Besuchen bei Schwab-Familien in Gering und den Nachbarorten lernte ich 2 Sippen-Bücher kennen, die Herr Hermes in den letzten Jahre verfasst hat. Insbesondere den geschichtlichen Teil halte ich für sehr interessant, so dass ich Herrn Hermes gebeten habe, diesen Teil auch für dieses Sippenbuch zur Verfügung zu stellen. Diese Idee konnte realisiert werden. Teil I dieses Buches stammt von Herrn Hermes, Teil II dieses Buches ist eine Zusammenfassung der von mir seit Anfang des Jahres gesammelten Daten. Die Daten stammen im wesentlichen aus den Verkartungen der Kirchenbücher, die im Bistumsarchiv Trier einzusehen sind, und den Personenstandregistern der örtlichen Standesämter, insbesondere der Verbandsgemeinden Maifeld (Polch), Untermosel (Kobern) und Vordereifel (Mayen),soweit sie den Zeitraum bis 1875 umfassen. Ab 1876 war ich auf die Angaben der lebenden Familiensippen angewiesen.

Wer sind die Stammeltern der "SCHWAB"-Sippe ?

Die Eintragungen in den Kirchenbüchern beginnen, soweit sie noch vorhanden sind und nicht verloren gingen, je nach Kirchengemeinde zwischen 1650 und Anfang 1700. Vorher sind wir bei der Erkundung unserer Vorfahren auf mannigfache Urkunden angewiesen, in denen ein/eine "SCHWAB" erwähnt wird.

In einer Aufstellung über die Geschworenen des Gerichts in Polch wird erstmalig 1479 (und dann mehrmals zwischen 1488 und 1530) Peter "SWABE" bzw. Peter "SWARS" aufgeführt. Auch in weiteren Urkunden werden in Polch, Einig, Dreckenach und Minkelfeld zwischen 1540 und 1680 diverse "SCHWAB" genannt.

Inwieweit die 3 Stammväter Lorentz SCHWAB (1635-1688), Philipp SCHWAB (1615-1686) und Mathias (Theis) SCHWAB (1575-1635) miteinander verwandt waren und ob es sich um Nachfahren des Peter "SWABE" aus Polch handelt, lässt sich nicht mehr sagen. In einer schematischen Darstellung am Anfang des Teils II dieses Buches habe ich den Versuch unternommen, anhand der mir zugänglichen Quellen eine eventuelle Verwandt­schaft zwischen den Beteiligten darzustellen.

Unabhängig, ob eine Verwandtschaft bestanden hat oder nicht, habe ich gleichwohl alle drei Familienstämme in diesem Buch aufgeführt, da ihr Lebensraum sämtlich im Maifeld mit teilweisen regionalen Überlappungen war und insbesondere auch die Stämme Philipp und Lorentz SCHWAB verschiedentlich untereinander geheiratet haben. Beim Stamm Mathias (Theis) SCHWAB wurden nur die Kirchenbücher und Zivilstandsregisterunter­lagen bis 1875 ausgewertet.

Zwei Teile über die Maifelder SCHWAB-Sippen:

Die Beschreibung der Maifelder SCHWAB-Sippen erfolgt in zwei Teilen. Im Teil I "Aus der Geschichte des Maifeldes" sind die historischen Ereignisse und Lebensverhältnisse näher beschrieben. Im Ersten Abschnitt im Teil I: "Von der Vorzeit bis zur ersten Erwähnung der SCHWAB-Sippen 1575" werden die Ereignisse und Lebensverhältnisse vor 1575 geschildert, in dem unsere Vorfahren uns noch unbekannt sind. Alle unsere bekannten Vorfahren SCHWAB lebten im Rhein-Mosel-Raum im Maifeld und waren eng mit der Landwirt­schaft und dem Handwerk (insbesondere dem Schmied-Handwerk) verbunden. Der Familienname SCHWAB bezieht ihren Ursprung auf "Schwaben", die heute größtenteils in Baden-Württemberg und zum kleinen Teil in Bayern leben. Es ist durchaus möglich , daß die Stammväter der "Maifelder SCHWAB-Sippen" über die Pfalz ins Maifeld kamen; siehe hierzu die Ausführungen "Der Familienname SCHWAB" von Friedrich Hermes im Teil II dieses Buches. Die letzten 500 Jahre haben unsere SCHWAB-Sippen im Maifeld gelebt. Auch heute ist der überwiegende Teil der lebenden Familienmitglieder im Maifeld beheimatet. Der Zweite Abschnitt im Teil I umfasst den Zeitraum von 1575 bis 2002, in dem die in der Nachfahrenliste nachgewiesenen Personen der Mai­felder SCHWAB-Sippen lebten. Ihre Namen und Familiennummern sind unter der Überschrift: "In dieser Zeit lebten" den jeweiligen Ausführungen über die zeitlich geordneten Geschehnisse vorangestellt (bis zum Jahr 1945). Der Dritte Abschnitt im Teil I behandelt das Dorfleben mit Schwerpunkt Maifeld und Umgebung, mit dem die meisten Sippenmitglieder verbunden waren oder noch sind. Und schließlich enthält der Vierte Abschnitt im Teil I eine Kurzfassung der "Ereignisse und Lebensverhältnisse 1575 – 2002".

Teil II enthält die "Nachfahrenliste" mit den persönlichen Daten aller Nachfahren der drei Stammväter Lorentz, Philipp und Mathias (Theis) SCHWAB von 1575 bis 2002. Es konnten insgesamt 406 Familien mit mehr als 2 000 Personen erfasst werden. Sie lebten bzw. leben größtenteils in den Orten Gering, Kollig, Einig sowie Kobern, Ochtendung und Umgebung sowie dem Raum Münstermaifeld (Kattenes, Moselsürsch etc.). In der Nachfahrenliste sind die wenigen bekannten Einzelheiten aus dem Leben der aufgeführten Personen auf­genommen. Da eine Lebensbeschreibung in den meisten Fällen nicht möglich war, und um sich trotzdem ein Bild über die Lebensumstände der Zeit machen zu können, ist einigen ausgewählten Familienmitgliedern ein Abschnitt "Erlebte historische Ereignisse" zugeordnet, der stichwortartig die wichtigsten geschichtlichen und besonders heimatgeschichtlichen Ereignisse enthält, die sich während des Lebens des Sippenmitgliedes zugetragen haben.

Möge dieses Buch zum besseren Verständnis unserer Vorfahren beitragen und den Nachfolgenden als Anreiz für die Weiterführung der Nachfahrenliste dienen, damit auch in weiteren 500 Jahren die SCHWAB-Sippen im Maifeld und anderswo in Erinnerung bleiben.

Sankt Augustin, im Dezember 2002                                                                                                        Manfred Rüttgers

© 2026 Manfred Rüttgers "Familienforschung im Maifeld, Sankt Augustin". Alle Rechte vorbehalten.

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